Wüste Mannersdorf
Ein märchenhafter und mystischer Naturpark
10. Juni 2023
Der wildromantische Naturpark Wüste Mannersdorf liegt an den Hängen des Leithagebirges im südöstlichen Niederösterreich und eignet sich perfekt für einen Ausflug mit der ganzen Familie. Neben einem malerischen Kloster gibt es Tiergehege, einen schönen Spielplatz, ein Labyrinth und die Ruine Scharfeneck zu entdecken.
Rückblick
Übrigens: der Name „Wüste“ stammt von den Einsiedeleien, die zum ehemaligen Karmeliter-Kloster St. Anna gehörten, Sand und Palmen gibt es hier nicht. Dafür aber malerische Wälder, eine 350 Jahre alte Klostermauer und wunderschöne Wiesen.
Wir waren bereits vor 1,5 Jahren im Winter in der Wüste Mannersdorf, schon damals stand für uns fest: Wir kommen im Sommer wieder! Und heute ist es endlich soweit. Da der Naturpark nicht allzu groß ist, wagen wir heute eine Wanderung mit beiden Mädchen – ohne Kinderwagen. Denn mit diesem kämen wir zwar bis zum Kloster, aber nicht hinauf zur Ruine.
Alte Mauern und Ruinen
Ellie packe ich in die Trage und Papa nimmt Lina an der Hand. Vom Parkplatz führt ein Weg direkt in den Naturpark. Gleich zu Beginn bestaunen wir die Überreste der alten Klostermauer. Wir kommen an einer kleinen Kapelle vorbei und erreichen rasch die Ruine des ehemaligen Pförtnerhäuschens. Es gibt viele Schau- und Infotafeln, die mehr über diesen geschichtsträchtigen und interessanten Ort erzählen.
Wüstenbründl
Über einen breiten Schotterweg geht es ein Stückchen geradeaus, dann biegen wir rechts in den Wald ab und kommen zum Arbach, wo sich das Wüstenbründl versteckt. Was für ein idyllischer Ort zum Entspannen… wir hätten ja gerne ein bisschen im Bach geplanscht, aber heute ist es doch etwas zu kalt.
Highlights beim Kloster
Über einen schmalen Pfad kommen wir wieder zurück zum Hauptweg. Wir spazieren durch die wunderschöne Lindenallee und gelangen zum Zentrum des Naturparks: das Kloster St. Anna. Hier befindet sich ein schöner Spielplatz und es gibt zahlreiche Picknick-Tische und Liegebänke zum Entspannen.
Das Kloster kann leider nicht besichtigt werden, das stört aber nicht weiter, denn darum herum gibt es noch einiges zu sehen. Links vom Spielplatz liegt ein kleines, liebevoll gestaltetes Labyrinth und dahinter befinden sich einige Tiergehege. Es gibt ein Pferd, viele Ziegen, Gänse und Truthähne. Auch Rinder grasen auf der weitläufigen Wiese neben der Lindenallee.
Ruine Scharfeneck
Nachdem wir uns alles angesehen haben, nehmen wir den schmalen Weg hinter den Tiergehegen und wandern in Richtung Ruine Scharfeneck. Zuerst geht es durch Dickicht, dann über eine breite Forststraße bergauf. Und das ordentlich, der Anstieg ist zwar kurz, aber ziemlich steil.
Oben angekommen sind wir überrascht, wie groß die Ruine Scharfeneck eigentlich ist. Wann genau sie erbaut wurde, ist unbekannt, zerstört wurde sie bereits 1555 und seitdem ist sie dem Verfall ausgeliefert. Wir wandern einmal um die Burg herum und bestaunen die hohen, alten Mauern, die von Bäumen, Sträuchern und Efeu völlig überwuchert sind. Ein märchenhafter, ja fast schon verwunschener Ort – faszinierend!
Zurück zum Zentrum
Über einen äußerst steilen Pfad geht es den Berg schließlich wieder hinunter. Lina läuft verhältnismäßig viel, wenn sie eine Pause braucht, nimmt Papa sie auf die Schulter. So kommen wir rasch wieder zurück zum Kloster und zum Spielplatz.
Es wird ordentlich gejausnet und beide Kinder toben sich anschließend noch am Spielplatz aus. Der Wasserspielbereich ist besonders beliebt heute und weil jetzt auch die Sonne durchkommt, lassen wir die beiden etwas pritscheln. Der Weg zurück führt uns schließlich wieder über die Lindenallee und am Pförtnerhäuschen vorbei.
Fazit
Egal ob Sommer oder Winter – Die Wüste Mannersdorf hat etwas Märchenhaftes und Magisches an sich. Die alten, von Efeu gezierten Mauern, das Kloster und die vielen Ruinen machen den Naturpark zu einem ganz besonderen Ort. Ein sehr schöner und entspannter Ausflug!
Kindertauglichkeit
Die Wüste Mannersdorf ist der perfekte Ausflugsort für Familien mit Kindern jeden Alters – es gibt viel zu erkunden. Den Rundweg zur Ruine empfehle ich allerdings nur trittsicheren, älteren Kindern, da die Strecke stellenweise sehr steil ist. Wir mussten beide Mädchen den Weg hinauf und hinunter tragen.
Tipps
- Der Hauptweg bis zum Kloster ist kinderwagentauglich und verläuft fast eben, somit eignet er sich perfekt für Spaziergänge bzw. Wanderungen mit Kleinkindern.
- Das Leithagebirge ist ein großes Wandergebiet, vom Naturpark aus gibt es viele schöne, lange Routen.
- Im Gasthof Arbachmühle gibt es übrigens auch einen Spielplatz.
Infos
Länge: 5,4 km
Dauer: 1,5 Std (3-4 Std mit Kindern)
Höhenmeter: 138 Hm
Steigung (Kloster – Ruine): kurz & anspruchsvoll
Kinderwagen: nur bis zum Kloster (nicht zur Ruine)
Spielplätze: ja, beim Kloster
Einkehrmöglichkeiten: Arbachmühle (beim Eingang außerhalb des Naturparks)
Öffentliche Anfahrt: Bus 247, 277 & 280
Parken: Parkplatz vorm Eingang
Ich habe diese Wanderung auch auf Komoot veröffentlicht:
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Über uns
Wir in Wien sind eine vierköpfige Familie aus der wunderschönen Stadt Wien, bestehend aus meinem Partner Stephan, unseren zwei Töchtern Lina und Ellie und mir, Astrid. Wir lieben es, gemeinsam die Natur zu entdecken, Ausflüge zu machen und durch die Stadt zu schlendern. Auf unserem Blog teilen wir Tipps und Erfahrungsberichte zu Wanderungen, Ausflügen und Familienaktivitäten in Wien und in der Umgebung.
Lasst euch inspirieren und begleitet uns bei unseren Abenteuern – von neuen Entdeckungen bis zu altbewährten Lieblingsorten!



