Mauerbach & Kartause
Eine Rundwanderung durch den nebeligen Wienerwald
24. Juni 2023
Ausgangspunkt ist der Friedhof in Mauerbach. Der Rundweg führt über Forststraßen und schöne Waldwege durch die idyllische Naturlandschaft des Wienerwaldes. Zum Abschluss geht es noch an der Kartause Mauerbach vorbei.
Start beim Friedhof
An diesem trüben und regnerischen Samstagmorgen zieht es mich – mal wieder alleine – in den Wienerwald bei Mauerbach. Rund um das Areal der Kartause Mauerbach gibt es mehrere Parkplätze. Ich stelle das Auto neben dem Friedhof ab, wo ich meinen Rundweg beginne.
Ich nehme den Hauptweg, der leicht bergauf in den Wald führt. Zum Glück nieselt es nur leicht, so bin ich unter dem Blätterdach sehr gut geschützt und bleibe trocken. Der Forstweg führt dann am Waldrand etwas bergab und nach etwa 1,5 Kilometern biege ich rechts ab. Der Pfad führt nun stetig den Berg bergauf.
Oben angekommen führt mich der offensichtlich äußerst selten gegangene Weg durch ein kleines Brennesselfeld – mit knielanger Hose… aber ich beiße die Zähne zusammen und hüpfe so geschickt wie möglich durch das Feld.
Mystischer Urwald
Danach geht es auf einem schönen Waldweg relativ eben weiter. Je weiter ich komme, desto dichter wird der Nebel, der sich hier in den hohen Bäumen verfangen hat. Was für ein Anblick! Ich komme mir vor wie in einem märchenhaften Urwald. Bewusst gehe ich langsamer und genieße dieses entspannende und ruhige Naturschauspiel.
Bald lichtet sich der Wald und der etwas rutschige, von Regen aufgeweichte Weg führt nun wieder bergab. Es dauert nicht lange und ich erreiche den Hungerturm, der zur Kartause Mauerbach gehört.
Kartause Mauerbach
Das ehemalige barocke Kloster der Kartäuser gehört zu den bedeutendsten seiner Art, der Kreuzgang ist einer der längsten Europas. Es ist heute im Besitz der Republik Österreich und wird vom Bundesdenkmalamt als Informations- und Weiterbildungszentrum genutzt. In den Sommermonaten können die Innenräume der Kartause besichtigt werden.
Ich sehe mir die Gebäude heute nur von außen an. Besonders hervorzuheben sind das Adlertor und der dahinter liegende Hof. Auch die Hauptfassade der ehemaligen Klosterkirche ist sehr beeindruckend.
Vor der Kartause plätschert ein idyllisches Bächlein und im hinteren Bereich befinden sich die Zellentrakte der Mönche. Diese sind allerdings von einer Mauer umgeben und von außen kaum sichtbar. Nach der Kartause biege ich rechts ab und komme wieder zurück zum Friedhofsparkplatz.
Fazit
Jedes Mal wenn ich in den Wäldern rund um die Kartause Mauerbach wandern gehe, bin ich anschließend tiefenentspannt. Es ist nie besonders viel los und die Wälder sind, je tiefer man hineinkommt, sehr idyllisch und ruhig. Dass ich heute sogar von Nebelschwaden überrascht wurde, war ein ganz besonderes Erlebnis.
Kindertauglichkeit
Spielplätze gibt es in der Kernzone Mauerbach zwar keine, aber mit bewegungshungrigen Kindern könnt ihr hier schöne Runden durch den Wald drehen. Der rote Tut-Gut Wanderweg zum Beispiel ist nur 5,3 km lang und die Steigung leicht (ca 170 Hm).
Besucherinfos Mauerbach Kartause
Öffnungszeiten: 3.6. bis 24.9. (Sa, So & Feiertag von 10 bis 18 Uhr)
Führungen: jeden So. um 15 Uhr
Preise: 7,- (div. Ermäßigungen)
Infos
Länge: 6,5 km
Dauer: 1,5 – 2 Std
Höhenmeter: 176 Hm
Steigung: leicht bis moderat
Kinderwagen: nein
Spielplätze: nein
Einkehrmöglichkeiten: Kartausen-Café
Öffentliche Anfahrt: Bus 450 Mauerbach Volksschule
Parken: Parkplatz bei Kartause und Friedhof
Ich habe diese Wanderung auch auf Komoot veröffentlicht:
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